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Anke Jentsch (Hg.) | Rupert Seidl (Hg.) | Thomas Wohlgemuth (Hg.)

Störungsökologie

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EAN/ISBN
9783838550183
1. 2019

Details

Breiter Überblick zum Stand des Wissens

Ökosysteme werden durch Wind, Feuer, Insekten- oder Pilzbefall sowie durch die anthropogene Landnutzung gestört. Störungen können Ökosysteme rasch wandeln, aber langfristig auch zu deren Stabilisierung beitragen. In der Summe aller in einer Landschaft wirkenden Störungen ergibt sich ein Störungsregime, welches durch typische Rhythmen und Interaktionen gekennzeichnet ist.

Das vorliegende Lehrbuch ist das erste in deutscher Sprache zu dieser Thematik. In 18 Kapiteln charakterisiert es Störungstypen und Störungsregime sowie ihre Bedeutung für Ökosysteme und beschreibt die Anpassungen von Arten und Pflanzengemeinschaften an diese Störungen. Es bietet einen breiten Überblick zum Stand des Wissens in der Störungsökologie. Zahlreiche Beispiele illustrieren dabei die Verhältnisse in Mitteleuropa.
  • Cover1
  • Impressum4
  • Inhaltsverzeichnis5
  • Vorwort11
  • 1 Störungsökologie: Ein Leitfaden13
  • 1.1 Die Rolle von Störungen in Sukzession und Ökosystemdynamik13
  • 1.2 Störung als Ausgangspunkt wichtiger ökologischer Konzepte15
  • 1.3 Störungsregime im Wandel16
  • 1.4 An wen richtet sich dieses Buch?17
  • 2 Definitionen und Quantifizierungen21
  • 2.1 Störungen und Störungsregime21
  • 2.1.1 Inhalte und Themen der Störungs­ökologie21
  • 2.1.2 Definition von Störungsereignissen und Störungsregimen23
  • Textbox: Die Quantifizierung von Störungsregimen27
  • Textbox: Störungsinteraktionen, Störungszyklen, Störungskaskaden29
  • 2.1.3 Die relevanten Skalen der Störungsökologie32
  • 2.1.4 Störungen lösen Primär- und Sekundärsukzession aus33
  • Textbox: Die Rolle der Fernerkundung in der Störungsökologie34
  • 2.1.5 Störungen in der Landschaftsökologie: Das dynamische Gleichgewicht36
  • Textbox: Störungsregime einer alpinen Flusslandschaft: der Tagliamento37
  • 2.1.6 Störungen und Nischendifferenzierung in Pflanzengemeinschaften39
  • 2.1.7 Die «Intermediate Disturbance Hypothesis»40
  • 2.1.8 Störungen, Artenvielfalt und Produktivität41
  • Textbox: Puls-Dynamiken in der Ökologie43
  • 2.2 Die Störungsregime und Klimaextreme der Vegetationszonen der Erde45
  • 2.2.1 Einleitung45
  • 2.2.2 Die polare/subpolare Zone46
  • 2.2.3 Die boreale Zone49
  • Textbox: Permafrost50
  • Textbox: Marine ökologische Störungen55
  • 2.2.4 Die Temperate Zone57
  • 2.2.5 Die mediterrane Zone60
  • 2.2.6 Die subtropischen und tropischen Trockenzonen62
  • 2.2.7 Die feuchten Subtropen64
  • 2.2.8 Die Zone der sommerfeuchten Tropen66
  • 2.2.9 Die Zone der immerfeuchten Tropen69
  • 3 Konzepte75
  • 3.1 Störungen und Biodiversität75
  • 3.1.1 Einleitung75
  • 3.1.2 Störungen fördern die Biodiversität – aber nicht immer und überall76
  • 3.1.3 Wie die Stärke der Störung die Biodiversität beeinflusst78
  • 3.1.4 Störungen und Biodiversität im Kontext von zeitlicher Ökosystemdynamik79
  • Textbox: Störung und die Bildung von Artengemeinschaften80
  • 3.1.5 Störungen und Biodiversität im räumlichen Kontext84
  • Textbox: Eine Vereinheitlichung vieler Diversitätshypothesen86
  • 3.2 Resilienz gegenüber Störungen91
  • 3.2.1 Einleitung und Definition91
  • 3.2.2 Mechanismen der Resilienz96
  • 3.2.3 Messen und beschreiben von Resilienz101
  • 3.3 Adaptation an Störungen108
  • 3.3.1 Komplexe Interaktionen von ­Selektionsfaktoren formen Pflanzengemeinschaften108
  • Textbox: Störungen als Selektionsfaktor – eine alte Geschichte110
  • 3.3.2 Adaptationen an Störungen – wer profitiert?122
  • 3.3.3 Störungen als Selektionsfaktor für Pflanzeneigenschaften in Gemeinschaften124
  • 4 Abiotische Störungen129
  • 4.1 Störungen durch Feuer in Waldökosystemen: Prozesse und Managementstrategien129
  • 4.1.1 Geschichte und Geografie der Vegetationsbrände129
  • 4.1.2 Die ökologische Rolle von Feuer in Ökosystemen134
  • 4.1.3 Umgang mit Vegetationsbränden144
  • 4.2 Windstörungen156
  • 4.2.1 Ursache und Entstehung von Winden156
  • 4.2.2 Unmittelbare Auswirkungen auf die Vegetation158
  • 4.2.3 Ökonomische Schäden an Wäldern162
  • 4.2.4 Einfluss auf die Ökosystemdynamik163
  • 4.2.5 Waldbaustrategien zur Minimierung von Sturmschäden166
  • 4.2.6 Mehr Stürme durch Klimawandel?170
  • 4.3 Lawinen und andere Schneebewegungen175
  • 4.3.1 Ursache und unmittelbare Wirkung von Schneebewegungen175
  • 4.3.2 Einfluss von Lawinen auf Ökosysteme177
  • 4.3.3 Lawinenschutzfunktion von Wald179
  • 4.3.4 Interaktion zwischen Lawinen und anderen natürlichen Störungen181
  • 4.3.5 Lawinen- und Waldmanagement183
  • 4.3.6 Lawinen und Lawinenschutz bei wärmerem Klima?184
  • 5 Biotische Störungen189
  • 5.1 Baumkrankheiten als ökologische Störungen189
  • 5.1.1 Charakterisierung des Systems189
  • 5.1.2 Baumartenvielfalt als Anpassung von Wäldern an Baumkrankheiten?192
  • 5.1.3 Baumkrankheiten und Biodiversität194
  • 5.1.4 Mechanismen der Einschleppung von exotischen Pathogenen196
  • 5.1.5 Klimawandel und Baumkrankheiten198
  • 5.1.6 Interaktionen von Baumkrankheiten mit anderen Störungen199
  • 5.1.7 Gesellschaftliche Aspekte200
  • 5.1.8 Schlussfolgerungen202
  • 5.2 Blatt- und nadelfressende Insekten212
  • 5.2.1 Phyllophage Insekten als Ursache von Störungen in Wäldern212
  • 5.2.2 Einfluss phyllophager Schmetterlingsraupen auf Wälder214
  • 5.2.3 Auswirkungen von Insektenmassenvermehrungen auf die Gesellschaft222
  • 5.2.4 Anpassung der Lebensgemein­schaften an Störungen227
  • 5.2.5 Interaktionen mit anderen Störungen227
  • 5.2.6 Blatt- und nadelfressende Insekten im globalen Wandel227
  • 5.3 Borkenkäfer236
  • 5.3.1 Verbreitung und Ökologie236
  • 5.3.2 Befallsstrategien237
  • 5.3.3 Auslöser von Massenvermehrungen239
  • 5.3.4 Befallsdynamik241
  • Textbox: Der «Mountain Pine Beetle» in Nordamerika242
  • 5.3.5 Interaktionen mit anderen Störungen246
  • 5.3.6 Bedeutung247
  • 5.3.7 Borkenkäfer und Klimawandel249
  • 5.4 Großherbivoren256
  • 5.4.1 Herbivoren als Störung in Pflanzengemeinschaften256
  • 5.4.2 Vergleich der Einflüsse von Nutztieren und Wildtieren auf die Vegetation258
  • 5.4.3 Beeinflussung der Wald-Offenland-Verteilung durch große Herbivoren260
  • 5.4.4 Management von Schutzgebieten mit wilden und domestizierten Huftieren267
  • 6 Anthropogene Störungen273
  • 6.1 Waldnutzungen273
  • 6.1.1 Bedeutung der Störungsökologie für die Waldbewirtschaftung273
  • 6.1.2 Historischer Wandel der Waldnutzung274
  • 6.1.3 Bewertung von Störungen im Wald275
  • 6.1.4 Vergleich natürlicher und forstlicher Störungen276
  • 6.1.5 Waldbausysteme als anthropogene Störungen279
  • 6.1.6 Störungswirkungen einzelner forstlicher Maßnahmen283
  • 6.1.7 Effekte von Waldnutzung auf der Landschaftsebene292
  • 6.1.8 Schlussfolgerungen295
  • 6.2 Grünlandnutzung304
  • 6.2.1 Charakterisierung der Grünland­nutzungen304
  • 6.2.2 Auswirkungen des Störungsregimes auf Struktur und Funktion von Grünland306
  • 6.2.3 Anpassungen von Arten und Lebensgemeinschaften an Grünlandnutzungen311
  • 6.2.4 Interaktionen mit anderen Störungsregimen (Wetterextremen)314
  • Textbox: Zu viel des Guten: Der Untergang der artenreichen Glatthaferwiese in Mitteleuropa315
  • 6.2.5 Gesellschaftliche Aspekte und zukünftige Entwicklungen318
  • 7 Störungen im globalen Wandel325
  • 7.1 Einfluss des Klimawandels auf Störungen325
  • 7.1.1 Einleitung325
  • 7.1.2 Klima im Wandel325
  • 7.1.3 Klimaeffekte auf Störungen329
  • 7.1.4 Klimawandel und Störungsdynamik333
  • 8 Störungen und Management337
  • 8.1 Risikomanagement im Kontext von Störungen337
  • 8.1.1 Einleitung und Begriffsdefinition337
  • 8.1.2 Risiko erkennen338
  • 8.1.3 Risiko bewerten343
  • Textbox: Störungsmodellierung344
  • 8.1.4 Risiko behandeln348
  • 8.1.5 Ausblick351
  • 8.2 Störungen und Ökosystemleistungen355
  • 8.2.1 Unterstützende Ökosystemleistungen357
  • 359
  • 8.2.3 Regulierende Ökosystemleistungen361
  • 8.2.4 Kulturelle Ökosystemleistungen365
  • Textbox: Ökologische Neuartigkeit – eine Herausforderung für Naturschutz und Gesellschaft366
  • 8.2.5 Zusammenfassende Betrachtung369
  • Register374