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Sabine Ader (Hg.) | Christian Schrapper (Hg.)

Sozialpädagogische Diagnostik und Fallverstehen in der Jugendhilfe

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EAN/ISBN
9783838553542
1. 2020

Details

Fachkräfte in der Kinder- und Jugendhilfe müssen in komplexen Situationen zu fachlichen Einschätzungen kommen und schwierige Entscheidungen treffen. Es geht um Fallverstehen und sozialpädagogische Diagnostik in emotional meist hoch belasteten Zusammenhängen, die nur schwer zu durchblicken sind. Wie kommt die Profession Soziale Arbeit zu ihren fachlichen Bewertungen? Was sind angemessene Konzepte, auf deren Grundlage diese zustande kommen? Diese und weitere Fragen beantworten die Herausgeber*innen und 12 weitere Expert*innen in diesem Buch. Sie liefern Grundlagenwissen und methodische Zugänge für die praktische Umsetzung.
  • CoverCover
  • Impressum4
  • Inhalt5
  • Einleitung9
  • 1 Ein exemplarischer Fall – FamilieKramer: Auftrag und Rahmenprofessioneller Fallbearbeitung in derJugendhilfe14
  • 2 „Wie“ und „was“? –Erkenntnistheoretische undgegenstandsbezogene Fragen vonFallverstehen und sozialpädagogischerDiagnostik23
  • 2.1 Wie und auf welchem Weg wird Wissen erworben? – Erkenntnistheoretische Grundfragen
  • 2.2 Was muss verstanden und diagnostiziert werden? – Gegenstandsbezogene Grundfragen
  • 2.2.1 Fallverstehen und Diagnostik in der Tradition der Einzelfallarbeit
  • 2.2.2 Begriffliche Klärungen
  • 2.2.3 Was ist der „Fall“? – Gegenstandsbeschreibung und Implikationen für das methodische Rahmenkonzept
  • 3 „Handwerkszeug und Haltung“ –Fachliche Hintergründe undmethodische Zugänge zur Fallarbeit41
  • 3.1 Fachliche Haltung und leitende Orientierungen für Fallverstehen und Diagnostik
  • 3.2 Basisinstrumente für Fallverstehen und Diagnostik konkret: Der Fall Familie Kramer
  • 3.2.1 Das „Genogramm“ – Erste Annäherung: Wer gehört dazu und wie gehören die Beteiligten zusammen?
  • 3.2.2 Die „Fallchronologie“ – Zweite Annäherung: Was ist bisher passiert und hat Entwicklungen und Emotionen beeinflusst?
  • 3.2.3 Die „Ressourcenkarte“ – Dritte Annäherung: Was können und worüber verfügen Kinder und Eltern?
  • 3.2.4 Die „Netzwerkkarte“ – Vierte Annäherung: Welche Beziehungen sind wichtig und wo lässt sich anknüpfen?
  • 3.2.5 Das „Diagnoseinstrument zur Gefährdungseinschätzung“ – Fünfte Annäherung: Droht Gefahr für Leib, Leben und die gesunde Entwicklung eines Kindes?
  • 3.2.6 Kollegiale Beratung und szenisches Fallverstehen – Sechste Annäherung: Welche Emotionen und Dynamiken prägen den Fall?
  • 3.2.7 Zusammenführende sozialpädagogische Diagnose: Was haben wir als Fachkräfte im Fall der Familie Kramer verstanden?
  • 4 Zentrale Wissensbestände fürFallverstehen und Diagnostik98
  • 4.1 AdressatInnen und Lebenswelten
  • 4.1.1 Lebensverhältnisse und Lebenslagen von Familien
  • 4.1.2 Was Kinder brauchen
  • 4.1.3 Erziehung heute – verstehen und gestalten
  • 4.1.4 Die Kinder im Blick: Elterliche psychische Erkrankungen und sozialpädagogische Diagnostik
  • 4.1.5 Familiendynamisches Basiswissen: Notwendiger Hintergrund für das Verstehen familiärer Problemlagen
  • 4.1.6 Sozialpädagogische Theorieperspektiven für das Verstehen
  • 4.2 Professionelles Handeln
  • 4.2.1 Hilfeplanung als Ort der Verständigung auf eine geeignete Hilfe
  • 4.2.2 Zwischen Diagnose und Prognose – Zur Einschätzung von Kindeswohlgefährdung
  • 4.2.3 Bindungstheorie(n) als Schlüssel zum Verstehen und Handeln in der Kinder- und Jugendhilfe
  • 4.2.4 Psychoanalytische Zugänge zum Verstehen in der Sozialen Arbeit
  • 4.2.5 Verstehen organisieren? Wie Organisationen auf Fallverstehen und sozialpädagogische Diagnostik wirken
  • 4.2.6 Sehen viele mehr als einer? Teamdynamiken beim Fallverstehen in kollegialen Fallbesprechungen
  • 4.2.7 Verstehen und Bewerten – Auf welcher Grundlage? (Sozial-)ethische Implikationen und Herausforderungen sozialpädagogischer Diagnostik
  • 5 Zentrale Handlungskompetenzenfür Verstehen und Beurteilen in derSozialen Arbeit231
  • 5.1 (Selbst-)Reflexivität und dialektisches Denken als Grundvoraussetzung
  • 5.1.1 Wieso brauchen Fachkräfte (Selbst-)Reflexivität?
  • 5.1.2 Was ist Selbstreflexivität?
  • 5.1.3 Wie kann Selbstreflexivität ausgebildet werden?
  • 5.1.4 Verhältnis von Selbstreflexivität, Dialektik und Haltung
  • 5.2 Beziehungen gestalten und dialogische Kommunikation ermöglichen
  • 5.2.1 Zugänge finden
  • 5.2.2 Kontakt aufbauen und entwickeln
  • 5.2.3 Vertrauen gewinnen
  • 5.2.4 Dialog gestalten
  • 5.2.5 Kontakt halten, im Kontakt bleiben
  • 5.3 „Geschulte Intuition“ nutzen
  • 5.3.1 Menschliche Informationsverarbeitung
  • 5.3.2 Wie entsteht Intuition?
  • 5.3.3 Was genau ist „geschulte Intuition“? – Intuition und Fallverstehen
  • 5.4 Bildung von begründeten und handlungsleitenden Hypothesen
  • 5.4.1 Was sind Hypothesen und wie kommen sie zustande?
  • 5.4.2 Inhalte und Qualität von Hypothesen
  • 5.4.3 Hypothesenbildung in der Praxis
  • 5.5 Dokumentation der Erkenntnisse und der eigenen Arbeit
  • 5.5.1 Bedeutung und Funktion von Dokumentation und Aktenführung
  • 5.5.2 Professioneller Anspruch und fachliche Standards
  • 5.5.3 Aktenführung als eine besondere Form der Dokumentation in der Sozialen Arbeit
  • 5.5.4 Vorsicht geboten: Dokumentation ist eine Konstruktion, aber erzeugt Wirklichkeiten
  • 5.6 Ziele erarbeiten, verhandeln und formulieren
  • 5.6.1 Bedeutung von Zielen im Hilfeprozess
  • 5.6.2 Ziele und die Arbeit mit Zielsystematiken
  • 6 Fallverstehen und sozialpädagogischeDiagnostik: Entwicklungslinien undfachliche Diskurse275
  • 6.1 Zur Historie von Fallverstehen und Diagnostik in der Kinder- und Jugendhilfe
  • 6.2 Fallverstehen und sozialpädagogische Diagnostik – Praxis und Kontroversen
  • 6.3 Prägende Konzepte in der aktuelleren Debatte
  • 6.4 Verfahren für sozialpädagogischer Diagnostik und Fallverstehen
  • 6.5 Zielsetzung des vorgestellten Konzepts für Fallverstehen und Diagnostik
  • 7 Fallverstehen und sozialpädagogischeDiagnostik: Was bleibt zu tun?Erfahrungen, Aufgaben und Ausblicke299
  • 7.1 Verstehende Verständigung oder objektivierende Feststellungen?
  • 7.2 Vermittlung und Reflexion in Ausbildung / Fortbildung und institutionelle Rahmung
  • 7.3 Forschung und Evaluation zu Fallverstehen und Diagnostik
  • Literatur311
  • Die Autorinnen und Autoren327
  • Sachregister329