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Mahmoud Jaraba

Salafismus

Die Wurzeln des islamistischen Extremismus am Beispiel der Freitagspredigten in einer salafistischen Moschee in Deutschland

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EAN/ISBN
9783838554402
1. 2020

Details

Nach einem Überblick über die historische Entwicklung, Definition und Charakteristika des islamistischen Extremismus zeichnet der Autor die Etablierung des Salafisten-Netzwerkes in Bayern nach, das er 2016 und 2017 wissenschaftlich erforscht hat. Gezeigt wird, dass das radikale religiöse Narrativ, indem es Passagen aus den heiligen Texten des Islams (Koran und Sunna) missbraucht, sowohl Feindbilder innerhalb des Islams als auch Angriffe auf Christen und Juden generiert. Freilich ist es nicht Ziel des Buches, den Islam und Muslime zu verteufeln und sie allesamt des Terrorismus zu beschuldigen. Es gilt jedoch zu verstehen, in welcher Weise Salafisten ihre Ideologie mit religiöser Legitimität versehen, um nicht zuletzt da oder dort Präventions- oder Gegenmaßnahmen zu setzen.
  • Cover3
  • Impressum4
  • Inhalt5
  • Dank9
  • Kapitel 1 Extremismus und Metanarrativ11
  • 1.1 Einleitung11
  • 1.2 Extremismus: Defi nition und Ursachen14
  • 1.3 Das salafi stische Metanarrativ18
  • 1.4 Die Debatte um die Freitagspredigten24
  • 1.5 Ziele des Buches26
  • 1.6 Argumentation und Methoden27
  • 1.7 Warum Freitagspredigten?32
  • 1.8 Inhalt des Buches33
  • Kapitel 2 Salafismus: Geschichte, Definition und Charakteristika35
  • 2.1 Einleitung35
  • 2.2 Historische Perspektive36
  • 2.3 Die sunnitischen Traditionalisten37
  • 2.4 Muhammad Ibn Abd al-Wahhab39
  • 2.5 Wer sind die Salafi sten? ‚Die errettete Gruppe‘42
  • 2.6 Der missionarische, der politische und der dschihadistische Salafismus50
  • 2.6.1 Der ideologische Salafismus52
  • 2.6.2 Der dschihadistische Salafismus55
  • 2.7 Grauzonen zwischen ideologischem und dschihadistischem Salafismus56
  • 2.8 Das gemeinsam Trennende58
  • 2.9 Die Umsetzung des islamischen Normensystems61
  • Kapitel 3 Das Salafisten-Netzwerk in Bayern65
  • 3.1 Einleitung65
  • 3.2 Zeitliche Entwicklung66
  • 3.2.1 Die Phase der 1990er Jahre66
  • 3.2.2 Die Phase infolge der Ereignisse des 11. September 200168
  • 3.3 Die salafistischen Aktivisten76
  • 3.4 Weitere Anhänger80
  • 3.5 Merkmale der Salafisten in Bayern82
  • 3.5.1 Die Ideologie82
  • 3.5.2 Strukturen83
  • 3.5.3 Salafisten-Größen84
  • 3.5.4 Die salafistische Gemeinschaft84
  • 3.5.5 Die Finanzierung86
  • 3.5.6 Die junge Generation87
  • 3.5.7 Soziale Herkunft und Bildungshintergrund88
  • 3.5.8 Das religiöse Wissen89
  • 3.5.9 Binnenkonflikte89
  • 3.5.10 Das äußere Erscheinungsbild männlicher Salafisten92
  • 3.5.11 Salafistinnen98
  • Kapitel 4 Der Gottesstaat der Salafisten101
  • 4.1 Einleitung101
  • 4.2 Loyalität und Lossagung102
  • 4.3 Gottes auserwählte Gemeinschaft105
  • 4.4 „Das Fleisch der Gelehrten ist vergiftet“110
  • 4.4.1 „Die trügerischen Gelehrten“113
  • 4.4.2 Die „Gefolgschaft der Rechtschaff enheit“ und die „Gefolgschaft desBösen“117
  • 4.5 Die Mission120
  • 4.5.1 Die Mission in den Freitagspredigten122
  • 4.5.2 Die Rückkehr zum Islam124
  • 4.5.3 „Die Ungläubigen vor der Hölle bewahren“125
  • Kapitel 5 Die Feinde der Muslime: Schia, Sufi s, ‚Heuchler‘ und Säkulare127
  • 5.1 Einleitung127
  • 5.2 Die Schia: „Ihre Religion ist nicht der Islam“128
  • 5.2.1 Der Streit um die Glaubensgrundsätze128
  • 5.2.2 ‚Land der Perser‘ und die ‚Partei von al-Lāt‘132
  • 5.3 Der Streit der Salafisten mit den Sufis135
  • 5.3.1 „Der Islam ist eine Sache und der Sufismus eine andere“138
  • 5.4 Die ‚Heuchler‘142
  • 5.4.1 Die ‚Heuchler‘ in Deutschland146
  • 5.5 Die Säkularen149
  • 5.5.1 Der Ursprung des Streits150
  • 5.5.2 Die Methode150
  • 5.5.3 Die Sprache153
  • 5.5.4 Das Eintreten für Gott156
  • 5.5.5 Der Kampf um Autorität156
  • Kapitel 6 Die Vorherrschaft der Religionauf Erden159
  • 6.1 Einleitung159
  • 6.2 Die Kontrolle über die Regierungsgewalt160
  • 6.2.1 Die ‚Ermächtigung zur Herrschaft‘160
  • 6.2.2 Die ‚Herrschaft Gottes auf Erden‘164
  • 6.2.3 Untertanen, keine Staatsbürger169
  • 6.3 „Ihr seid die treffl ichste Gemeinschaft, die jemals für die Menschengeschaffen wurde“ (Sure 3, Vers 110)172
  • 6.3.1 Das Christentum174
  • 6.3.2 Das Judentum186
  • Kapitel 7 Analytische Betrachtung193
  • 7.1 Einleitung193
  • 7.2 Salafi stische Narrative auf dem Sinai und in Bayern196
  • 7.3 Mobilisierung der Religion204
  • 7.4 Isolation und Identitätskrisen206
  • 7.5 Schlusswort209
  • Anhang Freitagspredigten213
  • Politisch orientierte Predigten213
  • Soziale und pädagogisch orientierte Predigten217
  • Glossar221
  • Literatur229