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Emmanuel Alloa (Hg.) | Thomas Bedorf (Hg.) | Christian Grüny (Hg.) | Tobias Nikolaus Klass (Hg.)

Leiblichkeit

Geschichte und Aktualität eines Konzepts

Verfügbarkeit: Auf Lager

Lieferzeit: 2-3 Tage

EAN/ISBN
9783838550381
2. 2019

Details

Erweiterung des Körperbegriffs

Der "body-" oder "corporeal turn" beschäftigt seit einiger Zeit die Sozial-, Geistes- und Kulturwissenschaften. Der vorliegende Band bietet einen Überblick über die wichtigsten Autoren und Aspekte des "Leib"-Begriffs, der spätestens seit Husserl eine bedeutende Erweiterung des Körperbegriffs (und damit für den genannten turn) darstellt.

„Zur Orientierung in einem gerade wegen der noch jungen Geschichte und der Aktualität des Leibkonzepts unübersichtlichen Terrain ist dieser Band sehr geeignet.“
Ralf Becker Zeitschrift für Kulturphilosophie 7 (2013), S. 214-215
  • CoverI
  • ImpressumV
  • Vorwort zur 2. AuflageVI
  • InhaltsverzeichnisVIII
  • Einleitung1
  • I. Der Leibbegriff in der Phänomenologie5
  • Edmund Husserl 7
  • – „Ein merkwürdig unvollkommen konstituiertes Ding“7
  • Emmanuel Alloa / Natalie Depraz7
  • 1. Überblick7
  • 2. Phänomenologie als Antireduktionismus8
  • 3. Leibhaftige Anschauung10
  • 4. Die Leib-Körper-Differenz11
  • 5. Wo kommt die Leib-Körper-Differenz her?13
  • 6. Eigenleib und Fremdleib14
  • 7. Ausdruck und Gemeinschaft. Die Kulturalität des Leibes17
  • 8. „Ein merkwürdig unvollkommen konstituiertes Ding“.  Mangel und Überschuss des Leibes19
  • Literatur:22
  • Maurice Merleau-Ponty I 23
  • – Körperschema und leibliche Subjektivität23
  • Stefan Kristensen23
  • 1. Überblick23
  • 2. Die Aufgabe einer phänomenologischen Beschreibung des Leibes24
  • 3. Die Notwendigkeit neuer Begriffe27
  • 4. Das Primat der Bewegung28
  • 5. Das Körperschema als leibliche Intentionalität30
  • 6. Eigenleib, Fremdleib, geteilter Leib33
  • Literatur:36
  • Maurice Merleau-Ponty II 37
  • – Fleisch und Differenz37
  • Emmanuel Alloa37
  • 1. „Chair“: der allereigenste Körper?39
  • 2. Bis zu den Sternen: Ausweitungen der Leibsphäre41
  • 3. Weltboden. Das Fleisch als Grund43
  • 4. An den Rändern des Ausdrucks: Die Entdeckung des Diakritischen45
  • 5. Das Fleisch: die Verleiblichung des Diakritischen48
  • Literatur:51
  • Martin Heidegger 52
  • – Der leibliche Sinn von Sein52
  • David Espinet52
  • 1. Überblick52
  • 2. Umriss einer Leerstelle54
  • 3. Der Leib, der sich von sich selbst her zeigt59
  • 4. Gebärde, Zeit und Raum61
  • 5. Die sprachliche Gebärde des Leibes63
  • 6. Die Gebärde des Hörens als vorintentionale Offenheit des Leibes65
  • Literatur:67
  • Emmanuel Levinas 68
  • – Der Leib des Anderen68
  • T homas Bedorf68
  • 1. Überblick68
  • 2. Leibliche Existenz als Gegenentwurf zum Idealismus im Frühwerk69
  • 3. Ethik vs. Ontologie: Levinas’ Absetzung von Merleau-Pontys Leibbegriff70
  • 4. Leibliche Aussetzung an den Anderen und ihre ethische Konsequenz75
  • 5. Metaphorik der Andersheit oder Phänomenologie des Leibes.  Zusammenfassung und Ausblick78
  • Literatur:80
  • Körper, Leib, Affektivität in Jan Patočkas 81
  • Phänomenologie der natürlichen Welt81
  • Karel Novotný81
  • 1. Körper und die Erde als eines der Elemente der Natur83
  • 2. Leib als Bewegung in der tieferen Korrelation des Lebens und seines Milieus86
  • 3. Affektivität93
  • Schluß97
  • Literatur:98
  • Michel Henry 99
  • – Transzendentale Leiblichkeit99
  • Julia Scheidegger99
  • 1. Überblick99
  • 2. Hinführung zur T hematik in Philosophie et phénoménologie du corps100
  • 3. Der transzendentale Status des Leibes103
  • 4. Die willentliche Kraftempfindung und die Widerständigkeit105
  • 5. Die reine Potentialität der Vermögen107
  • 6. Die transzendentale Reduktion der Kategorien: Leiblichkeit und Denken108
  • 7. Der objektive Leib als ursprüngliches Organ: Leiblichkeit und Handeln109
  • 8. Die Andersheit des Anderen und die geteilte Leiblichkeit112
  • Literatur:114
  • Bernhard Waldenfels115
  • – Responsivität des Leibes115
  • Jörg Sternagel115
  • 1. Überblick115
  • 2. Der Auftritt des Anderen in der Lebenswelt.  Überlegungen mit Husserl im Frühwerk116
  • 3. Der Leibbegriff und die Kategorie des Fremden.  Verflechtungen mit Merleau-Ponty und Levinas118
  • 4. Das Konzept der Responsivität des Leibes122
  • 5. Der Auftritt des Anderen in den Künsten und Medien.  Kontextualisierungen in T heater, Tanz und Film125
  • Literatur:129
  • Hermann Schmitz130
  • – Leiblichkeit als kommunikatives Selbst- und Weltverhältnis130
  • Kerstin Andermann130
  • 1. Einleitung130
  • 2. Leiblichkeit in der Neuen Phänomenologie131
  • 3. Die Räumlichkeit des Leibes und seine unbestimmte Gliederung133
  • 4. Die Dynamik des Leibes und seine antagonistische Organisation136
  • 5. Leiblichkeit als Kommunikation und Resonanz138
  • 6. Ausblick und Aspekte der Kritik141
  • Literatur:145
  • II. Zur Geschichte des Leibbegriffs147
  • Archaische Leiblichkeit. Die griechische Antike und die Entdeckung des Körpers149
  • Emmanuel Alloa149
  • 1. Vom Mythos zum Logos. Verschwindet mit der Entdeckung des Geistes auch der Körper?151
  • 2. Die Entdeckung des Körpers: Vom Artikulationsgefüge zum ausgedehnten Ding155
  • 3. Innenarchitekturen der Seele160
  • 4. Zusammenfassung164
  • Literatur:165
  • Der Leib Christi und der Körper des Christen:166
  • Körper und Leib als zentrale Problemzonen des Christentums166
  • T heresia Heimerl166
  • 1. Überblick166
  • 2. Die Voraussetzungen im Alten Testament167
  • 3. Das Neue Testament167
  • 3.1 Zentrale Begriffe des frühen Christentums zum T hemenfeld Körper/Leib168
  • 3.2 Zentrale Aspekte von Körperlichkeit/Leiblichkeit169
  • 4. Christliche T heologie des 2.–6. Jahrhunderts171
  • 4.1 Die Herausforderung des Dualismus171
  • 4.2 Der Paradieseskörper und sein Verlust172
  • 4.3 Der Auferstehungskörper173
  • 5. Mittelalter175
  • 5.1 Der heilige Körper175
  • 5.2 Der verdammte Körper177
  • 5.3 Der göttliche Körper178
  • 6. Reformation178
  • 7. Gegenwärtige Probleme und Anfragen an die Tradition179
  • 7.1 Der Vorwurf der Leibfeindlichkeit179
  • 7.2 Christliche Anfragen an die Optimierung des Körpers und das Problem der Vergänglichkeit180
  • 8. Zusammenfassung182
  • Literatur:182
  • Philosophische Anthropologie im 19. Jahrhundert 183
  • – Zwischen Leib und Körper183
  • Marc Rölli183
  • 1. Überblick183
  • 2. Kants organisierte Wesen184
  • 3. Romantische Leiblichkeit186
  • 4. Materialismus des menschlichen Körpers190
  • 5. Leib-Anthropologie? Zusammenfassung und Ausblick193
  • Literatur:195
  • Friedrich Nietzsche196
  • – Denken am „Leitfaden des Leibes“196
  • Tobias Nikolaus Klass196
  • 1. Überblick196
  • 2. Der „Leib“ als Einsatz der Kritik197
  • 3. Zur positiven Bestimmung des Leibes in Nietzsches Denken: Der Leib in seiner Ambivalenz198
  • 4. Phänomene von Leiblichkeit204
  • 5. Resümee210
  • Literatur:211
  • Sigmund Freud212
  • – Der gelebte vs. der phantasmatische Leib212
  • Andreas Cremonini212
  • 1. Phänomenologie und Psychoanalyse.  Zur Geschichte eines verwickelten Verhältnisses212
  • 2. Leiblichkeit in der Psychoanalyse215
  • 3. Merleau-Ponty: Leiblichkeit und Unbewusstes222
  • 4. Der Leib in der Psychoanalyse: Der gelebte vs. der phantasmatische Leib226
  • Literatur:227
  • Kurt Goldstein und Frederik Buytendijk228
  • – Der Leib-Begriff in der organismischen Biologie228
  • Uta Noppeney228
  • 1. Das mechanistische Forschungsparadigma und seine Kritiker228
  • 2. Kurt Goldstein230
  • 2.1 Geist, Seele, Körper verschränkt im organismischen Gesamtgeschehen230
  • 2.2 Die Konzeption des organismischen Gesamtgeschehens zwischen Gestalttheorie und Proto-Existentialismus233
  • 2.3 Biologische Erkenntnis als dialektischer Prozess235
  • 3. Frederik Jacobus Johannes Buytendijk236
  • 3.1 Leib und Geist als polare Einheit236
  • 3.2 Physiogenese: Einführung des Subjekts in die Physiologie239
  • 4. Epilog240
  • Literatur:240
  • Max Scheler und Helmuth Plessner – Leiblichkeit in der Philosophischen Anthropologie241
  • Volker Schürmann241
  • 1. Der spekulative Leib, oder: Anthropologie als prima philosophia242
  • 2. Max Scheler: Der Unterschied von Gegenstand und Vollzug245
  • 2.1 Die Nicht-Substantialisierbarkeit der Person als Voraussetzung ihrer Würde245
  • 2.2 Kommentar I246
  • 2.3 Leib und Körper bei Scheler247
  • 2.4 Kommentar II250
  • 3. Helmuth Plessner: Der Unterschied von zentrischen und exzentrischen Leib-Körpern250
  • 3.1 Was sich im Lachen und Weinen zeigt251
  • 3.2 Kommentar III254
  • 3.3 Leibhaftige Personen255
  • 3.4 Verkörperungen256
  • 4. Kommentar IV257
  • Literatur:258
  • Ernst Cassirer und Aby Warburg 259
  • – Kulturanthropologie259
  • Marion Lauschke259
  • 1. Einleitung259
  • 2. Begriffliche Klärung261
  • 3. Verortung des Leibbegriffs bei Cassirer262
  • 3.1 Die symbolische Prägnanz der Wahrnehmung263
  • 3.2 Symbolische Formen. Das Leib-Seele-Verhältnis als Prototyp des Symbolismus264
  • 3.3 Ausdruck als Grenzphänomen267
  • 3.4 Semantisierung des Körpers. Der menschliche Körper als Grundlage für die Ausbildung von Raum- und Quantitätsanschauungen und -begriffen269
  • 4. Aby Warburgs „historische Psychologie des menschlichen Ausdrucks“272
  • 4.1 Pathosformeln und Engramme273
  • 4.2 Wahrnehmung als Einverleibung275
  • 5. Resümee276
  • Literatur:276
  • III. Grenzen und Kritik des Leibbegriffs277
  • T heodor W. Adorno279
  • – Soma und Sensorium279
  • Christian Grüny279
  • 1. Soma280
  • 2. Sensorium286
  • 3. Schluss292
  • Literatur:293
  • Michel Foucault294
  • – Der Körper und die Körper294
  • Ulrich Johannes Schneider294
  • 1. Kranker Körper (Die sechziger Jahre)295
  • 2. Gesellschaftskörper (Die siebziger Jahre)299
  • 3. Ethischer Körper (Die achtziger Jahre)304
  • Literatur:306
  • Paul Ricœur307
  • – Das leibliche Selbst begegnet dem Widerstand des Anderen307
  • Burkhard Liebsch307
  • 1. Ansatzpunkte zu einer Philosophie der Leiblichkeit im Denken Paul Ricœurs308
  • 2. Maine de Biran313
  • 3. Die dem Selbst innewohnende Andersheit und der Widerstand des Anderen316
  • 4. Schluss318
  • Literatur:321
  • Gilles Deleuze 322
  • – Was weiß ein „Körper ohne Organe“ vom Leib?322
  • Mirjam Schaub322
  • 1. Einleitung322
  • 2. Antonin Artauds Organschelte im Angesicht ausführender Organe (1947)324
  • 3. Xavier Bichats doppelter Lebensbegriff (1800) sowie Georges Canguilhems nicht-organischer Vitalismus (1943)326
  • 4. Maurice Merleau-Pontys ‚organische Verdrängung‘ als Plädoyer gegen die Verdrängung des Leibes (1945)328
  • 5. Daniel Paul Schrebers denkwürdiges „Leben ohne die wichtigsten inneren Organe“ (1903)332
  • 6. Lösung mit anderen Mitteln: Das Programm der Entskandalisierung334
  • 7. Das Konzept des oK als doppeltes Missverständnis335
  • 8. Der oK als Region des Schweigens des (Merleau-Ponty’schen) Leibes337
  • Literatur:338
  • Jean-Luc Nancy 339
  • – Exposition und Berührung339
  • Kathrin Busch339
  • 1. Überblick339
  • 2. Gemeinschaft340
  • 3. Körper344
  • 3.1 Offenheit344
  • 3.2 Ektopie345
  • 3.3 Exposition347
  • 3.4 Seelenkörper348
  • 3.5 Gedankenkörper350
  • 3.6 Fremdheit351
  • Literatur:353
  • Embodiment: Leiblichkeit in den Kognitionswissenschaften*354
  • Shaun Gallagher354
  • 1. Das B-formatierte Gehirn357
  • 2. Biologisches embodiment: Anatomie, Chemie und Bewegung361
  • 3. Der Körper als semantische Maschine364
  • 4. Funktionalistische EC366
  • 5. Enaktivismus und radikales embodiment369
  • 6. Schluss372
  • Die verschiedenen T heorien von embodiment und EC375
  • Literatur:377
  • Gender und Performance 378
  • – Ist leibliche Identität ein Konstrukt?378
  • Marie-Luise Angerer378
  • 1. Gender trouble: Dualismus versus Differenz378
  • 2. Body trouble: Sexuelle Differenz versus gender383
  • 3. Material trouble: Vom Werden der Körper387
  • 4. Cyber trouble: Körper und Maschine391
  • Literatur:393
  • Praxistheorien 394
  • – Leibkörperliche Praktiken im Vollzug394
  • T homas Bedorf/Selin Gerlek394
  • 1. Überblick394
  • 2. Praxistheorien und historische Vorbilder395
  • Kanonische AutorInnen: Merleau-Ponty, Foucault, Bourdieu, Butler396
  • Maurice Merleau-Ponty397
  • Michel Foucault398
  • Pierre Bourdieu399
  • Judith Butler401
  • 3. Praxisforschung und die korporale Differenz403
  • Die korporale Differenz404
  • Sachaspekte von Praxistheorien im Lichte der korporalen Differenz406
  • a. Wiederholbarkeit von Praktiken406
  • b. Betonung der Körperlichkeit und Materialität von Praktiken407
  • c. Sinn als Vollzug407
  • d. Situativität von Praktiken408
  • Literatur:409
  • Gesamtbibliographie411
  • Arbeitsbibliographie447
  • Biographien453
  • Autorinnen und Autoren459
  • Sachregister467